Frohsinn, Fernsehen und Faschismus

Die braune Mattscheibe
Ein Film von Julia Oelkers und Peter Scholl, 45 min, rbb

Am 22. März 1935 startete im Berliner Haus des Rundfunks das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt. 9 Jahre lang sendete der Deutsche Fernsehrundfunk fürs 3. Reich, weitgehend an der Öffentlichkeit vorbei. Die Reichweite des Senders war noch auf Berlin und Umgebung beschränkt. Hitlers Fernsehen war eine Mischung aus Kino, Varieté und Rundfunk.

Das Interesse am Fernsehen wuchs, als 1936 die Olympischen Spiele „live“ übertragen wurden: das erste Fernseh-Großereignis. Mit Ausbruch des Krieges wurden die Berliner Fernsehstuben für die Lazarettbetreuung genutzt und ab Frühjahr 1943 war das Fernsehprogramm nur noch Soldaten zugänglich.

Die publizistische Wirkung des Fernsehens im Nationalsozialismus blieb freilich recht gering – zu wenige Menschen konnten das Programm empfangen. Das Fernsehen als Massenmedium gab es in Deutschland erst nach dem Krieg.

In der Dokumentation berichten Zeitzeugen von ihren ersten Fernseherlebnissen – als Zuschauer, Reporter und verwundete Soldaten. Das Programm der frühen Jahre wird anhand von raren Archiv-Ausschnitten vorgestellt

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